„Wir müssen das mobile first designen. Sonst schaffen wir keine gute User Experience“. Wer hat den Satz schon einmal gehört?

Wir hören ihn häufig, weil wir viele Websites auf unterschiedlichen Devices testen. Das macht auch durchaus Sinn, da die Zahl an mobilen Usern einfach drastisch zunimmt. Laut Prognose werden 2018 ca. 3,02 Milliarden Nutzer mobiles Internet nutzen – je entwickelter das Land, desto höher ist die tägliche Nutzungsdosis.

Ich habe das Gefühl, dass diese Entwicklung zu einer ungerechtfertigten Veränderung der Priorisierung in der Entwicklung führt. Heute ist „mobile Usage“ wichtiger als früher, also besitzt die Darstellung auf mobilen Endgeräten die höchste Priorität in der Webentwicklung. Und „Desktop Usage“ rutscht quasi auf Platz 2.

Als ich das erste Mal vom Konzept des Usability-Testessens hörte, war ich mir unsicher, ob dieses Format nicht nur etwas für ausgefuchste Nerds und Kenner der UX-Branche ist. Vermutlich gibt es in jeder Branche, besonders in den Technik-affinen, diese kleinen, hutzeligen Events, die eine Möglichkeit bieten, sich unter Gleichgesinnten und bei einem Feierabendbier auszutauschen.

„I’m impressed with the people from Chicago. Hollywood is hype, New York is talk, Chicago is work.“ – Micheal Douglas

Ergebnisworkshop im 24. Stockwerk. 12 Stunden nach dem letzten Interview. Vor uns sitzt gespannt das gesamte App-Entwicklungs-Team, bestehend aus Profis im Bereich UX Research, UX Design, Interaction Design und Media Informatics. Mitten im Satz über das Wording und die Icons des Hauptmenüs vibriert der Boden! Ein erschrockener Blick in die Gesichter der Locals lässt uns aufatmen: Das Vibrieren scheint hier alltäglich zu sein.

Im Herbst 2018 haben wir mit einigen interessanten Menschen aus der Startup-Sphäre gesprochen. Wir wollten wissen, was den Dunstkreis rund um das Silicon Valley so interessant und so spannend macht und wie wir als Marktforscher bzw. UX Researcher davon lernen können. Die Key Learnings finden Sie hier (Verlinkung zum PDF).